Zuzahlungen: Die Regeln für eine Befreiung bei der Krankenkasse

Chronisch Kranke

Chronisch erkrankt ist, wer mindestens ein Jahr lang mindestens einmal im Quartal ärztlich behandelt wurde (z. B. bei Diabetes-Behandlung: Blutzuckermessung mindestens einmal im Quartal). Außerdem müssen Sie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Es besteht Pflegebedürftigkeit der Grade 3, 4 oder 5.
  • Krankheitsbedingt liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent oder eine Erwerbsminderung von mindestens 60 Prozent vor.
  • Eine kontinuierliche ärztliche Betreuung ist erforderlich (zB medikamentöse Therapie, Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln) und ohne die Therapie verschlechtert sich der Gesundheitszustand.

Um als chronisch krank eingestuft zu werden, müssen Versicherte der Krankenkasse ein ärztliches Attest vorlegen, in dem der Arzt die Krankheit angeben und das therapiegerechte Verhalten des Patienten bestätigen muss.

Wer bei einer späteren chronischen Erkrankung die ermäßigte Belastungsgrenze mit Zuzahlungen von zwei bis ein Prozent des Bruttoeinkommens in Anspruch nehmen will, muss einen Arzt aufsuchen einzigartig Lassen Sie sich zu den Vor- und Nachteilen des Screenings auf Brust-, Dickdarm- und Gebärmutterhalskrebs beraten. Diese Regelung gilt für alle Frauen, die nach dem 01.04.1987 geboren sind, und Männer, die nach dem 01.04.1962 geboren sind. Männer und Frauen müssen sich in jedem Fall innerhalb von zwei Jahren nach Erreichen des jeweiligen Alters beraten lassen. Für die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs beträgt diese 20 Jahre und für Dickdarm- und Brustkrebs 50 Jahre.

Versicherte mit schweren psychischen Erkrankungen oder schweren geistigen Behinderungen brauchen keinen Arzt aufzusuchen. Dies gilt auch für Versicherte, die bereits an einer der zu untersuchenden Krankheiten leiden.

Ermittlung der persönlichen Belastungsgrenze

Die Belastungsgrenze richtet sich nach dem gesamten Bruttofamilieneinkommen der Personen, die im selben Haushalt leben. Dies gilt in der Regel für Ehegatten, eingetragene Partner und Kinder. Kinder werden bis zu dem Jahr berücksichtigt, in dem ein Kind 18 Jahre alt wird – unabhängig vom Versicherungsstatus des Kindes. Das Kind muss ab dem Folgejahr familienversichert sein.
Für Verwandte, die im selben Haushalt leben, wird die Belastungsgrenze zusammen berechnet. Dabei können Zulagen geltend gemacht werden. Berücksichtigt werden alle gesetzlichen Zuzahlungen, also nicht nur Ihre eigenen, sondern beispielsweise auch die Ihres Partners. Die Partner in einer eheähnlichen Beziehung gelten nicht als Verwandte.

Für 2021 gelten folgende Freibeträge:

  • 5.922,00 Euro für den Ehepartner oder eingetragenen Partner
  • 8.388,00 Euro für jedes zu berücksichtigende Kind

Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung:
Ein gemeinsamer Haushalt liegt auch vor, wenn ein Ehe- oder Lebenspartner dauerhaft in einem Pflegeheim oder einer stationären Einrichtung für Menschen mit Behinderung lebt oder beide Ehe- oder Lebenspartner zusammen in einer oder getrennt in zwei Einrichtungen leben.

Für in der Landwirtschaft tätige Familienangehörige gibt es eine Besonderheit: Für jedes weitere im gleichen Haushalt lebende Familienmitglied, das in der Landwirtschaft tätig ist, gibt es einen Freibetrag von 3.948 € (für 2021).

Zählt nicht zum Einkommen: zB Betreuungsgeld, Kindergeld, Elterngeld bis 300 € oder für Elterngeld plus bis 150 € Bildungszuschuss (BAföG)

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