Was tun, wenn das Fenster zum Sanierungsfall wird?

Fenster mit konventioneller 2-fach-Wärmeschutzverglasung haben einen Uw-Wert von maximal 1,3. Die Installation solcher Fenster schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) als energetisches Minimum, wenn Sie in Ihrem Gebäude mehr als 10 Prozent der Fensterfläche ersetzen. Doppelverglaste Fenster mit einem niedrigeren U-Wert, z. B. 1,1 W/m2K, sind ebenfalls erhältlich und erzielen energetisch einen noch größeren Vorteil.

bei gut isolierte neue Häuser der Einbau von Fenstern mit Dreifach-Wärmeschutzglas wird empfohlen. Sie kosten nicht wesentlich mehr, erreichen aber einen Uw-Wert von maximal 0,8. Noch bessere Uw-Werte um 0,5 W/m sind technisch machbar2K. Solche Fensterkonstruktionen sind jedoch oft aufwendig, kosten viel Geld und sind nicht selten mit optischen Einbußen verbunden.

Denken an Fassadendämmung

In einem schlecht oder gar nicht gedämmten Gebäude sind Fenster mit besonders starker Wärmedämmung meist nicht zu empfehlen. Verfügt ein solches Haus beispielsweise über eine Dreifachverglasung, werden nicht die Fensterscheiben, sondern Bereiche der Außenwände zu den kältesten Flächen im Inneren. Das birgt ein Risiko: Feuchtigkeit aus der Luft ist am Fenster nicht mehr sichtbar und abwischbar, sondern unsichtbar und mit schwerwiegenden Folgen an den Wänden – feuchte Wände bieten beste Voraussetzungen für Schimmel.

Die Wärmedämmung aller Komponenten eines Hauses sollte daher bestmöglich aufeinander abgestimmt sein. In manchen Fällen empfiehlt es sich daher, vor oder gleichzeitig mit dem Austausch eines Fensters eine Fassadendämmung anzubringen. Bei richtiger Ausführung hält es die Innenwand wärmer und verhindert den problematischen Niederschlag von Feuchtigkeit.

Moderne Fenster sollen viel können:

Schreibe einen Kommentar