Umzugsunternehmen: So fallen Sie nicht auf Umzugs-Abzocker rein

Für einen stressfreien Umzug können Sie Umzugsfirmen beauftragen. Damit Ihr Wohnortwechsel jedoch nicht zur Kostenfalle wird, sollten Sie bei einem Umzug mit einer Spedition einige Dinge beachten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mit einem professionellen Umzugsunternehmen sparen Sie Zeit und Nerven. Umzugsunternehmen übernehmen für Sie den kompletten Umzug – vom Packen der Kartons bis zur Montage.
  • Umzugsunternehmen kalkulieren ihre Preise entweder nach Aufwand oder bieten einen Festpreis für den gesamten Umzug an.
  • Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Zusammenarbeit mit einem Umzugsunternehmen achten sollten, damit Ihr Umzug mit einer Spedition nicht zur Kostenfalle wird.

Steht ein Umzug im Haus, locken Umzugsfirmen oft mit günstigen Fest- und Stundenpreisen: Transport, Transport und Montage – alles inklusive. Die Realität sieht oft anders aus. Einige Umzugsunternehmen legen beispielsweise die Rechnung vor dem erneuten Einzug Ihrer Kisten und Möbel vor oder die Umzugskosten sind um ein Vielfaches höher als bisher geschätzt.

Umzug mit einer Spedition: 7 Tipps für Umzugsunternehmen

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, beim Umzug mit Umzugsfirmen nicht auf eine Umzugsabzocke hereinzufallen:

  1. Vergleichsangebote einholen
    Gute Planung ist die halbe Miete. Holen Sie deshalb rechtzeitig vor Ihrem Umzug Angebote von mehreren Umzugsunternehmen ein. Liegt Ihr neues Zuhause in einer anderen Stadt, kann es sich für Sie lohnen, lokale Möbelspediteure in den Preisvergleich einzubeziehen.
  2. Alle Dienste prüfen
    Bevor Umzugsunternehmen einen Kostenvoranschlag erstellen, informieren sich die Spediteure vor Ort über Größe und Lage der Wohnung und des Umzugsgutes. Auf diese Weise kann das Umzugsunternehmen abschätzen, wie viel Volumen von einem Ort zum anderen bewegt werden muss. Es empfiehlt sich, alle Teilleistungen des Umzugs in Absprache durchzugehen und schriftlich festzulegen.
  3. Verschiedene Abrechnungsmethoden
    Umzugsunternehmen kalkulieren entweder nach Aufwand oder bieten einen Festpreis für den gesamten Umzug an. Für beide Berechnungsarten gilt: Stellen Sie sicher, dass im schriftlichen Kostenvoranschlag immer alle vereinbarten Leistungen des Umzugsunternehmens enthalten sind, vom Aufstellen des Halteverbotsschildes vor dem Haus, über den Außenaufzug, bis hin zum Verpackungsmaterial und Montagearbeit. Neben allen Einzelleistungen sollte das Angebot auch die Mehrwertsteuer enthalten.
  4. Abrechnung nach Aufwand
    Wird die Arbeit des Umzugsunternehmens nach Stunden berechnet, dann ist nicht nur der Stundensatz wichtig. Ausschlaggebend für die Kosten ist auch, ob die aufzuwendenden Stunden für die einzelnen Leistungen, beispielsweise die Anzahl der Packer, richtig eingestellt sind. Bei Überschreitung des gesetzten Zeitrahmens besteht die Gefahr von Nachforderungen. Allerdings sind Mehrkosten zwischen 15 und 20 Prozent gegenüber der Kostenschätzung noch akzeptabel.
  5. Vereinbaren Sie einen Festpreis
    In den meisten Fällen empfehlen wir, einen Festpreis zu vereinbaren. So können Sie vorab die Preise genau vergleichen und die anfallenden Kosten im Voraus planen. In diesen Fällen bieten Ihnen die Umzugsunternehmen einen verbindlichen Preis für den gesamten Umzugsservice an. Kalkuliert das Umzugsunternehmen mit einer zu geringen Arbeitszeit nicht ein, geht der Mehraufwand zu seinen Lasten. Schätzt er jedoch zu viele Stunden, bleiben Sie als Kunde auf der Strecke. Der Leistungsumfang zum Festpreis sollte daher im Vorfeld möglichst genau festgelegt und in allen Details vertraglich festgehalten werden.
  6. Entfernungsschaden
    Wenn beim Umzug etwas kaputt geht, sind nicht alle Schäden versichert. Das Umzugsunternehmen haftet grundsätzlich nur für von ihm verursachte Schäden bis maximal 620 Euro pro Kubikmeter Transportgut (§ 451e HGB). Als Verbraucher können Sie diese Haftungssumme nicht unterschreiten, aber durch eine Vereinbarung mit dem Umzugsunternehmen erhöhen.
    Die Versicherung ersetzt nur die Zeit und nicht den Wiederbeschaffungswert des beschädigten Hausrats. Wenn Sie jedoch mehr Deckung benötigen, können Sie in der Regel über den Spediteur eine Zusatzversicherung abschließen.
    Wichtig: Die Beweislast für Transportschäden liegt bei Ihnen als Kunde.
  7. Meldefristen
    Offensichtliche Schäden – wie Kratzer an den Möbeln oder Glasscherben – müssen spätestens einen Tag nach dem Umzug gemeldet werden. Äußerlich nicht sichtbare Schäden können dem Spediteur bis 14 Tage nach dem Umzug gemeldet werden.

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