Online-Reisebüros: So vermeiden Sie Probleme bei der Urlaubsbuchung

Sind die Reisedetails vollständig?

Für im Internet angebotene Pauschalreisen gelten die gleichen Voraussetzungen wie für einen gedruckten Reisekatalog: Die wesentlichen Merkmale sind anzugeben. Dazu zählen unter anderem:

  • das Reiseziel
  • Unterkunft und Verpflegung
  • die Reiseroute
  • das Transportmittel
  • der Reisepreis
  • Pass- und Visabestimmungen
  • obligatorische Impfungen

Prüfen Sie, ob alle Eckdaten des angebotenen Dienstes genannt werden. Je genauer Sie sich vor der Buchung über ein Hotelzimmer oder eine Ferienwohnung informieren, desto leichter können Sie auch bei individuell gebuchten Unterkünften einschätzen, ob das Angebot für Sie geeignet ist und später am Urlaubsziel fündig werden Sie vertraglich vereinbart haben.

Anhand von Satellitenkarten und Einträgen in Online-Foren können Sie außerdem feststellen, ob das Gebäude unter der angegebenen Adresse tatsächlich existiert.

Kann der Reiseanbieter eindeutig identifiziert werden?

Um zu überprüfen, ob Ihr ausgewähltes Online-Reisebüro seriös ist, achten Sie darauf, dass der Anbieter im Impressum eindeutig gekennzeichnet ist. Egal, ob Sie Ihre Reiseleistung bei einem Reiseveranstalter, Reisebüro, Unterkunftseigentümer oder Fluggesellschaft buchen, diese Informationen sollten immer enthalten sein:

  • Name des Reiseunternehmens
  • Rechtsform des Unternehmens (zB GmbH)
  • Name des Bevollmächtigten
  • vollständige Adresse
  • Telefon- und Faxnummer
  • E-Mail-Addresse
  • Handelsregisternummer

Wenn diese Informationen nicht verfügbar sind, sollten Sie nicht über dieses Reiseportal buchen. Alle Informationen sollten auch in Ihrer Muttersprache verfügbar, leicht auffindbar und gut lesbar sein. Außerdem sollten Sie im besten Fall alle Informationen bequem ausdrucken oder speichern können.

Wenn der Anbieter nur als a . verfügbar ist Reisebüro aktiv, er muss dir auch die vollständige Daten des Unternehmens Name, der den jeweiligen Dienst bereitstellt.
Prüfen Sie vor der Buchung auch, ob es eine Kontaktmöglichkeit in Ihrer Muttersprache, über die Sie mit dem Reisebüro in Kontakt treten können.

Spitze: Finger weg von Anbietern, die nur ein Postfach oder nur eine 0900-Nummer für die telefonische Kontaktaufnahme bereitstellen!

Wer haftet für die gebuchte Reiseleistung?

Als Kunde müssen Sie nicht nur wissen, an wen Sie sich bei Fragen oder Beschwerden wenden können. Entscheidend ist vor allem, wer bei Mängeln, Buchungsfehlern oder Insolvenz für die gebuchten Reiseleistungen haftet.

Seit dem 1. Juli 2018 gilt eine neue für Reiseanbieter Pauschalreiserecht, die Ihre Rechte bei der Buchung von Reisen im Internet stärken soll. Reiseanbieter, die mindestens zwei verschiedene Arten von Reiseleistungen für dieselbe Reise anbieten, gelten seit Inkrafttreten unter bestimmten Voraussetzungen rechtlich als sogenannte „Pauschalreiseveranstalter“ – und nicht als „Reisevermittler“ oder „ einzelne Reiseanbieter“. Diese Unterscheidung ist wichtig, damit Sie wissen, inwieweit Ihre gebuchte Reise gegen Insolvenz versichert ist und ob Ihr Online-Reiseanbieter für Reisemängel haftet.

Reiseveranstalter oder Reisebüro – was ist der Unterschied?

Reiseveranstalter einzelne (Dritt-)Leistungen zu einer einheitlichen Pauschalreise zusammenfassen und für die Erbringung dieser Leistungen haften. Wenn Ihnen ein Online-Reisebüro Hotel, Flug und Mietwagen zusammen für eine Reise verkauft, ist es rechtlich der Reiseveranstalter. Bei Reiseproblemen ist das Reisebüro auch Ihr Ansprechpartner und muss Abhilfe schaffen. Darüber hinaus ist ein Reiseveranstalter im Insolvenzfall zur Ausstellung eines Sicherungsscheins verpflichtet. Dies betrifft jedoch nur die Insolvenz des Reiseveranstalters und nicht die Insolvenz einer Fluggesellschaft. Sollten Sie kein Sicherheitszertifikat erhalten, darf der Reiseveranstalter auch keine Kaution von Ihnen verlangen.

Seit dem 1. Juli 2018 sind sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisevermittler verpflichtet, dem Reisenden ein Formular zur Verfügung zu stellen. Das Formular muss die Kontaktdaten des Versicherers enthalten.

Ein Reisebüro vermittelt jedoch nur einen oder mehrere externe Dienste. Ihre Vertragspartner sind in diesem Fall die Anbieter der einzelnen Leistungen – beispielsweise ein Hotel, das Ihnen ein Zimmer verkauft oder eine Fluggesellschaft, bei der Sie ein Flugticket buchen.
Wenn Sie eine Reise online buchen, sollten Sie immer darauf achten, ob der Reisevermittler als Veranstalter oder nur als Reisevermittler auftritt. Dies hängt davon ab, ob Sie bei Problemen auf Schäden sitzen bleiben. Im Zweifelsfall hilft Ihnen Ihre Verbraucherzentrale. Sie sollten daher jeden Buchungsschritt sowie die Buchungs- und Reisebestätigung speichern.

Informieren Sie sich, ob Sie auf der Website des Online-Reisebüros eindeutig erkennen können, wer die Reiseleistung erbringt und für etwaige Mängel haftet.

Sitzt Ihr Vertragspartner im Ausland?

Je nachdem, ob Sie es mit einem Reiseveranstalter in Deutschland oder einem Vertragspartner im Ausland zu tun haben, fällt es Ihnen im Problemfall unterschiedlich schwer, Ihre Ansprüche durchzusetzen. Im Ausland kann dies deutlich zeitaufwändiger und teurer sein als zu Hause, und ein langer Streit lohnt sich in der Regel nicht – zumindest wegen unzureichender Reiseleistungen. Die Streitwerte sind einfach zu gering. Sie können dann kostenlos helfen das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland.

Überprüfen Sie daher vor der Buchung, wo sich der Reiseveranstalter befindet.

Die wichtige Frage dabei ist, mit wem Sie bei der Buchung einer Reise im Internet eigentlich einen Vertrag abschließen. Haben Sie beispielsweise eine Ferienwohnung im Ausland über einen deutschen Vermieter gebucht, wird dieser Ihr Vertragspartner und es gilt deutsches Recht. Wohnt der Vertragspartner hingegen auch im Ausland, unterliegt der Vertrag dem Recht des Landes, in dem sich das Feriendomizil befindet.
Vermeiden Sie große Anzahlungen vor Reiseantrittwenn Sie weder den ausländischen Anbieter noch das Ferienhaus kennen. Denn wenn das Angebot tatsächlich nicht existiert, ist Ihr Geld meistens verloren!

Hat jedoch der Anbieter des Ferienobjektes – Ihr Vertragspartner – seinen Sitz in Deutschland, gilt deutsches Recht. Reiseanbieter können dies nicht vermeiden, indem sie sich selbst als „Vermittler“ bezeichnen.

Sind die Buchungsprozesse nachvollziehbar?

Verwenden Sie nur verständliche Buchungsprozesse: Die einzelnen Buchungsschritte sollten als solche gekennzeichnet sein, damit immer klar ist, wo Sie sich im Buchungsprozess befinden und was das Ergebnis der Transaktion sein soll.
Sie sollten kurz nach der Buchung eine Buchungsbestätigung per E-Mail erhalten, die alle Reisedaten und den Reisepreis enthält.

Wichtig: Sie müssen kurz vor Abschluss der Buchung deutlich über den wesentlichen Vertragsinhalt informiert werden. Dazu gehört auch ein deutlich gekennzeichneter Bestellbutton, der deutlich darauf hinweist, dass die Bestellung eine Zahlungsverpflichtung auslöst, beispielsweise durch die Bezeichnung „Zahlungspflichtige Bestellung“ oder „Kaufen“. Mehr darüber, wann ein Vertrag im Internet geschlossen wird, erfahren Sie hier.

Gibt es Allgemeine Geschäftsbedingungen?

Prüfen Sie, ob Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) einfach und vollständig auf der Reiseportalseite finden. Auch wenn Sie die Reiseleistungen über einen Vermittler buchen, sollten die AGB des Reiseveranstalters, der Fluggesellschaft oder der Unterkunft vollständig kommuniziert und leicht auffindbar sein. Dies geschieht im besten Fall über einen Link zum Volltext der AGB, bevor Sie diese durch Anklicken akzeptieren müssen.

Sind alle Preise transparent?

Achten Sie bei Online-Reisebüros darauf, dass die Preise und Kosten für Ihre Reise transparent und leicht verständlich angegeben werden. Anbieter müssen immer Endpreise haben Inklusive MwSt. und Kosten für das vereinbarte und alles obligatorische Nebenleistungen angeben. Sonderkonditionen, Rabatte oder Sonderangebote sind in die Preisberechnung einzubeziehen.
Ausnahmen sind möglich, zum Beispiel beim Anbieten von Ferienwohnungen für Zusatzleistungen wie die Endreinigung. Die Kosten für eventuelle Sonder- oder Zusatzleistungen sind zu beziffern. Schließlich ist anzugeben, wann die Zahlung bzw. Teilzahlungen zu leisten sind.

Vorsicht vor „kostenlosen“ oder günstigen Angeboten

Denken Sie bei „kostenlosen“ oder günstigen Angeboten immer daran, dass niemand etwas zu verschenken hat. Manchmal hat das Kind einfach einen anderen Namen. Beispielsweise können für Hotelzimmer, in denen die Übernachtung kostenlos sein soll, ein „Mindestverbrauch“ und eine „Servicegebühr“ oder eine „Bearbeitungsgebühr“ erhoben werden.

Sehr günstige Pauschalreisen beinhalten oft Ausflüge zu Teppich- oder Lederwarenfabriken, Schmuckhändlern oder anderen Unternehmen. Wenn Sie an diesen Ausflügen nicht teilnehmen möchten, erhöhen sich die Kosten für die Unterkunft. Die Reisen entpuppen sich oft als Verkaufsveranstaltungen, bei denen geschultes Personal den Reisenden überteuerte Ware bringt. Nimmt man solche Angebote an, kann die Reise im Nachhinein sehr teuer werden – vor allem, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass die gekaufte Ware den verlangten Preis nicht wert ist. Manchmal fallen Zuschläge für Mahlzeiten im Hotel oder Einzelzimmer an.

Auch bei sehr niedrigen Mietpreisen für Ferienhäuser und -wohnungen sollten Sie misstrauisch sein. Hilfreich ist hier ein Preisvergleich für ähnliche Objekte in entsprechender Lage.

Bei Pauschalreisen: Haben Sie ein Sicherheitszertifikat erhalten?

Reiseveranstalter müssen gegen Insolvenz und Insolvenz versichert sein, was sie mit einem sogenannten Sicherungsschein nachweisen können. Dieser Versicherungsschein oder andere geeignete Informationen zur Versicherung sollen online abrufbar sein. Veranstalter und Reisebüro dürfen daher vor Ende der Pauschalreise weder den vollen Reisepreis noch eine Anzahlung verlangen, solange Sie den Sicherungsschein nicht in Händen halten. Das solltest du übrigens unbedingt ins Urlaubsgepäck mitnehmen.

Verlangt ein Reisebüro oder Reiseveranstalter eine Anzahlung von mehr als 20 Prozent, sollten Sie sich rechtlich bei Ihrer Verbraucherzentrale beraten lassen.

Werden sichere Zahlungsmöglichkeiten angeboten?

Bevorzugen Sie Angebote mit verschiedenen sicheren Zahlungsmöglichkeiten: Bei der Buchung von Online-Reisen sollten Sie zwischen mindestens zwei Zahlungsmöglichkeiten wählen können, zum Beispiel zwischen Banküberweisung und Lastschrift.

Zahlen Sie nicht den gesamten Mietpreis für individuell gebuchte Ferienhäuser oder Ferienwohnungen vor Reiseantritt. Eine Anzahlung per Lastschrift oder Kreditkarte kann im Zweifel rückgängig gemacht werden, sollte aber nicht mehr als zehn Prozent des Mietpreises betragen. Im Übrigen sollten Sie versuchen, die Zahlung vor Ort zu veranlassen. Für Kartenzahlungen dürfen keine gesonderten Gebühren erhoben werden.

Werden Ihre Daten verschlüsselt übertragen?

Senden Sie personenbezogene Daten wie Name, Adresse, Alter, Geburtsdatum und Bankverbindung nur in verschlüsselter Form. Unverschlüsselte Daten können leicht für kriminelle Zwecke missbraucht werden.

Ob die Übertragung Ihrer Daten verschlüsselt erfolgt, erkennen Sie an dem Schloss- oder Schüssel-Symbol im Rahmen Ihres Browsers. Ist das Schloss geschlossen, wird die Seite sicher übertragen, ist sie geöffnet, kann theoretisch jeder mitlesen. Ob eine Seite verschlüsselt ist, können Sie auch an der Webadresse erkennen: Gesicherte Seiten beginnen statt mit „http“ mit „https“.

Datenschutz: Was passiert mit Ihren Daten?

Prüfen Sie die Datenschutzerklärung des Reiseanbieters: Bevor Sie Ihren Namen, Ihre Anschrift und andere personenbezogene Daten angeben, müssen Sie sich über Art, Umfang, Ort und Zweck der Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung informieren können. Diese Informationen müssen leicht zu finden und auszudrucken sein.

Darüber hinaus dürfen nur Daten erhoben werden, die in direktem Zusammenhang mit der jeweiligen Buchung stehen. Möchte der Anbieter mehr von Ihnen erfahren, muss er ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich um freiwillige Angaben handelt. Im Zweifelsfall ist es besser, die Eingabefelder leer zu lassen.

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