Kosmetik: Inhaltsstoffe, Kennzeichnung und unerwünschte Wirkungen

Die Beschriftung: Rätselraten im Kleingedruckten

Wenn Sie genauere Informationen wünschen, finden Sie auf der Verpackung folgende Informationen:

  • Anwendungszweck wie Handcreme oder Haarshampoo
  • Kapazität zum Beispiel 20 ml oder 50 g
  • Aufbewahrungshinweise wie „nach dem Öffnen kühl lagern“
  • Zutaten „Zutaten“: Unter dieser Überschrift listet der Hersteller die verwendeten Zutaten nach Gewicht in absteigender Reihenfolge auf. So werden zunächst die Hauptbestandteile genannt, am Ende stehen Stoffe, die nur in geringen Mengen enthalten sind. Die Inhaltsstoffe sind nach der internationalen Nomenklatur kosmetischer Inhaltsstoffe, kurz INCI, benannt. Einige Hersteller drucken eine zusätzliche deutsche Übersetzung der Zutatenliste auf das Etikett. Aber Achtung: Im Gegensatz zur obligatorischen Kennzeichnung muss diese nicht vollständig sein.
  • Vorsichtsmaßnahmen: z. B. „Nicht auf gereizter Haut anwenden“.
  • Haltbarkeit: Bei einer Haltbarkeit von weniger als 30 Monaten finden Sie den Text „Mindesthaltbarkeitsdatum“ oder das Symbol einer Sanduhr. Außerdem muss ein Ablaufdatum angegeben werden. Bei einer Haltbarkeit von mehr als 30 Monaten ist das Produkt mit dem Symbol einer geöffneten Sahnedose gekennzeichnet. Diese gibt an, wie lange das Produkt nach dem Öffnen haltbar ist: 12 M bedeutet 12 Monate.
    Spitze: Schreiben Sie auf das Etikett das Datum, an dem Sie das Produkt zum ersten Mal geöffnet haben.
  • Hersteller: Name und Anschrift des Verantwortlichen (Abkürzungen möglich). Bei Produkten, die außerhalb der EU hergestellt wurden, muss zusätzlich das Herkunftsland angegeben werden.
  • Chargennummer (Kennzeichen): Dies ist wichtig, wenn Sie ein Produkt beanstanden oder unerwünschte Wirkungen melden möchten.

Die Kennzeichnung kosmetischer Mittel muss dauerhaft, gut sichtbar und gut lesbar sein.

Bei kleinen Artikeln wie Lippenstiften finden Sie die Zutatenliste in der Regel nicht auf dem Etikett. Es muss jedoch am Regal oder Ständer im Laden befestigt werden. Wenden Sie sich an das Geschäft, wenn die Informationen nicht gefunden werden können. Bevorzugen Sie beim Online-Einkauf Geschäfte, die eine vollständige Liste der Zutaten anbieten.

Wenn Sie ein Kosmetikprodukt nicht vertragen

Wenn ein kosmetisches Produkt Nebenwirkungen wie Ausschlag oder Schlimmeres verursacht, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um abzuklären, welcher Bestandteil des Produkts Ihre Beschwerden verursacht. Wichtig: Bewahren Sie das verdächtige Produkt auf. Nehmen Sie es am besten zum Arztbesuch mit. Verbraucher können den Hersteller, Händler und/oder die Lebensmittelüberwachungsbehörde selbst formlos über unerwünschte Wirkungen eines kosmetischen Mittels informieren. Weitere Informationen zum Melden von Nebenwirkungen von kosmetischen Mitteln finden Sie unter Hier.

Es ist wichtig, dass Sie die folgenden Informationen angeben, wenn Sie Nebenwirkungen melden:

  • Ihr Name und Kontaktdaten für Rückfragen
  • Was ist die unerwünschte Wirkung? Wann trat die Wirkung auf?
  • Name des verdächtigen kosmetischen Mittels und Chargennummer (sofern erkennbar)

Problematische Inhaltsstoffe

Insgesamt können in kosmetischen Produkten mehr als 30.000 Stoffe verwendet werden.

Die folgende Tabelle enthält einige Beispiele für kosmetische Inhaltsstoffe, die wir aus Sicht des Gesundheits- oder Umweltschutzes kritisch bewerten:

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