Downloads und Streaming-Dienste: 5 Tipps, die Ärger vermeiden

Digitale Inhalte wie Software, Apps oder Spiele sind auf soliden Datenträgern wie DVD oder CD-ROM nicht mehr zu erwerben. Vieles davon gelangt mittlerweile direkt über das Internet auf die Festplatte des Computers oder Smartphones.

Es gibt noch Anwendungen zum dauerhaften Download (zB Softwareprodukte), aber der Trend bei Musik und Filmen geht eindeutig in Richtung Streaming. Beim Streaming werden die Musik- oder Videodateien in Echtzeit konsumiert, ein vollständiger Download ist also nicht notwendig. Das spart Platz auf der Festplatte, erfordert aber eine gute Internetverbindung, damit die Inhalte flüssig laufen.

Bei solchen Transaktionen hält der Käufer jedoch keine Ware in den Händen. Für sie gibt es nur eine Datei, die erst nach der Installation verwendet werden kann. Es stellt sich oft die Frage, ob das digitale Produkt überhaupt mit Ihren eigenen Geräten kompatibel ist.

Seit der Umsetzung der EU-Verbraucherrechterichtlinie im Jahr 2014 müssen Anbieter digitaler Inhalte auf ihrer Website eindeutig und verständlich über deren Funktionalität und Kompatibilität informieren.

Darüber hinaus haben Verbraucher ein 14-tägiges Widerrufsrecht vom Vertragsschluss.
Aber Vorsicht: Das bedeutet nicht, dass Käufer das Produkt zwischenzeitlich ausgiebig testen können. Denn das Widerrufsrecht erlischt in der Regel, sobald der Download oder das Streaming beginnt. Das neue Widerrufsrecht hilft daher nur, wenn rechtzeitig vor dem Download ein Fehler bemerkt wird.

Wer Ärger mit Download- oder Streaming-Diensten vermeiden möchte, sollte die folgenden 5 Tipps der Verbraucherzentrale beachten:

1. Einwilligung erforderlich

Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig nur, wenn Verbraucher ausdrücklich zugestimmt haben, dass der Verkäufer vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung des Vertrages beginnt.
Darüber hinaus ist eine Bestätigung erforderlich, dass Sie über den Verlust des Widerrufsrechts informiert wurden. Diese Zustimmung darf in den AGB nicht untergeschoben werden. Kunden müssen mindestens einen Informationstext angekreuzt haben. Die Einwilligung soll nur erklären, wer den Dienst dauerhaft behalten möchte.

2. Rechtzeitig informieren

Über alle technischen und inhaltlichen Details sollten Sie sich vor Vertragsabschluss informieren. Anbieter sind verpflichtet, über die wesentlichen Merkmale und Einsatzmöglichkeiten des Produkts sowie über mögliche technische Schutzmaßnahmen zu informieren, wie das Datenformat oder einen eingebauten Kopierschutz. Auch die Anforderungen an das Endgerät sind zu nennen: zum Beispiel unter welchem ​​Betriebssystem die Software läuft.

3. Testversionen finden und verwenden

Vielfach werden Testversionen von Software oder Apps angeboten, die nicht den vollen Funktionsumfang aufweisen, aber einen Überblick über die wesentlichen Eigenschaften und Funktionalitäten des Produkts ermöglichen. Es kann sinnvoll sein, eine solche Testversion auszuprobieren, bevor Sie ein kostenpflichtiges Programm kaufen.

4. Im Falle einer Stornierung wird der volle Kaufpreis zurückerstattet

Wer einen Vertrag über digitale Inhalte wirksam widerruft, darf vom Anbieter nicht mit Schadensersatzforderungen belästigt werden. Der Händler muss den vollen Kaufpreis erstatten.

5. Verstöße melden

Halten sich Anbieter nicht an die Regeln, können Kunden dies der Verbraucherzentrale melden, das Rechtsverstößen nachgeht und gegebenenfalls Abmahnungen gegen Anbieter ausspricht.

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