„Beim Fleischkauf spielt Tierschutz keine Rolle“!?

Geht es wirklich nur um einen niedrigen Preis? – Ein Faktencheck

Am 1. April 2019 haben mehrere Handelsunternehmen ein einheitliches Haltungsetikett für verpacktes Frischfleisch eingeführt. Bereits im Vorjahr hatten fast alle Discounter eigene Haltungslabels verwendet, die sich jedoch voneinander unterschieden und daher eher unübersichtlich waren.

Je nach Haltung der Tiere wird das Fleisch mit den gestuften Haltungsformen 1, 2, 3 oder 4 gekennzeichnet. Die unterste Stufe „1 – Stallhaltung“ steht für die Haltung nach dem gesetzlichen Mindeststandard und die höchste Stufe „4 – premium“ für die Tierhaltung mit viel mehr Platz im Stall und Auslauf im Freien. Unterstützt wird dieses Kennzeichnungssystem von der „Gesellschaft zur Förderung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung“, die auch die „Initiative Tierwohl“, einen Verband der Fleischwirtschaft und Teile des Handels, koordiniert.

Im April 2020 gab es zahlreiche Medienberichte über das einjährige Bestehen des Labels „Haltungsform“. Darin klagen Vertreter der „Tierschutzinitiative“ und der beteiligten Händler Billigmentalität der Fleischkäufer. Sie würden Verbraucher fordern bessere Tierhaltungsbedingungen und auch ihre in Umfragen Zeigen Sie die Bereitschaft, dafür höhere Preise zu zahlen.

das Wirklichkeit Anders sieht es jedoch aus: Zwar würden mehr Fleischprodukte aus tiergerechterer Haltung angeboten, Kunden kauften weiterhin billiges Fleisch. Der Tierschutz ist den Verbrauchern beim Fleischkauf egal. Dies ist der Grund, warum die Fleischtheken hauptsächlich Fleisch aus den unteren Haltungsformen 1 und 2 enthalten: Schließlich würde man nichts in die Regale stellen, was sowieso nicht verkauft wird.

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