Abzocke mit falschen Tickets und Unterkünften: So erkennen Sie Fakes

Auch der schönste Urlaubstraum kann schnell zum Albtraum werden, wenn man falsche Tickets kauft oder nicht vorhandene Unterkünfte bucht. Im schlimmsten Fall können Sie weder reisen noch Ihr Geld zurückbekommen. Wir erklären, wie Sie Urlaubsfälschungen erkennen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Typisch für Fake-Angebote: Für Werbung werden extrem günstige Angebote genutzt.
  • Werbung und Buchung erfolgen oft über unbekannte Reiseseiten oder soziale Medien. Die direkte Kommunikation erfolgt nicht persönlich, sondern nur per Messenger (wie WhatsApp, Facebook, Viber) oder E-Mail.
  • Sollten Sie für eine Pauschalreise kein Flugticket / eine Reiseversicherungsbescheinigung erhalten haben, sollten Sie sich an die Polizei wenden.

Wer günstig in den Urlaub fahren möchte, findet im Internet eine Vielzahl von Angeboten. Zwischen offiziellen Fluggesellschaften und echten Unterkünften gibt es aber auch unseriöse Anbieter, die versuchen, den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Wie funktionieren die Abzocke?

Reiseangebote werden oft in sozialen Netzwerken angeboten. Die Kommunikation erfolgt meist über diese Seite oder bei neuen Reiseseiten über Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Viber.

Darüber hinaus erstellen Abzocke professionelle Websites, auf denen Pauschalreisen, Flüge oder Unterkünfte angeboten werden. Diese Internetseiten lassen sich mittlerweile schnell aus bestehenden Baukastensystemen bei Internetanbietern erstellen und ähneln teilweise sogar den offiziellen Seiten namhafter Reiseanbieter oder Fluggesellschaften. Gerade die Nachahmung bekannter Unternehmen schafft Vertrauen, damit besonders günstige Preise nicht in Frage gestellt werden.

Fake-Unterkünfte werden auch von großen Reiseanbietern wie booking.com, AirBnB oder lesso-direkt angeboten. Dort sind sie nur sehr schwer von den echten Angeboten zu unterscheiden.

Alle Abreißmaschen haben in der Regel eines gemeinsam:

Die Anbieter bieten spezielle Reiseangebote an und verlangen den gesamten Reisepreis im Voraus.

Das Perfide an dieser Masche ist, dass Anzahlungen im Reisebereich weit vor der Abreise üblich sind und Betrüger es so leicht haben und lange unbemerkt bleiben.

Achtung: Reiseveranstalter dürfen nur dann eine Anzahlung von bis zu 20 Prozent verlangen, wenn sie Ihnen auch einen Reiseversicherungsnachweis ausstellen (Ausnahme: Einzelflüge und Unterkunftsbuchung). Den Restbetrag müssen Sie dann frühestens 30 Tage vor Abflug an seriöse Anbieter zahlen.

Neun Tipps, die Ihnen helfen, gefälschte Reiseangebote zu erkennen

  1. Bei Angeboten und Tipps in sozialen Netzwerken sollten Sie auf gesundes Misstrauen setzen. Auch namhafte Unternehmen werben hier, aber Reisen über solche Dienste zu buchen ist ungewöhnlich. Es ist besser, nicht über die in sozialen Netzwerken angebotenen Links zu gehen, sondern Besuchen Sie die Seiten der Reisebüros direkt.
  2. Wenn Sie es mit neuen und unbekannten Anbietern zu tun haben, sollten Sie den Anbieter genau prüfen. Ein Impressum fehlt komplett oder wenn es unvollständig ist, sollten Sie auf das Urlaubsschnäppchen verzichten: Ohne Impressum haben Sie keine Möglichkeit, nachträglich Ansprüche geltend zu machen.
  3. Wenn ein Impressum vorhanden ist, sollten Sie den vermeintlichen Geschäftssitz verwenden über Suchmaschinen und Satellitenansichten prüfen. Oft ist hier schon ersichtlich, ob ein Unternehmen überhaupt an dieser Adresse operieren kann.
  4. Sie sollten auch anvisiert werden Suche nach negativen Bewertungen im Internet. Positive Bewertungen können leicht gefälscht werden, sodass Warnungen von Betroffenen aussagekräftiger sein können.
  5. Bei der Benennung von gefälschten Fluggesellschaften verwenden Betrüger oft Namen und Marken, die tatsächlich existieren. Auf der Seite des Luftfahrtbundesamtes Welche deutschen Fluggesellschaften und ausländischen Fluggesellschaften erfahrt ihr sind wirklich zugelassen.
  6. Wenn auf den Buchungsseiten Qualitätssiegel angezeigt werden, klicken Sie einmal auf die Siegel und überprüfen Sie ob Sie beim Aussteller landen und finden dort heraus, dass das Siegel tatsächlich an den Anbieter vergeben wurde: Siegel (wie TrustedShops) haben einen verifizierten Link, der auf die Website des Siegelgebers führt. Dort wird über die Verlinkung und die Gültigkeitsdauer des Siegels informiert.
  7. Suchmaschinen sind auch eine gute Möglichkeit, vermeintliche Reiseschnäppchen aufzudecken. Überprüf den Lage der angebotenen Unterkunftob die Angaben des Anbieters überhaupt richtig sein können. Satellitenbilder zeigen schnell, ob das Hotel tatsächlich am Strand liegt, ob der Pool frei ist oder ob Größe und Lage der Unterkunft tatsächlich den Versprechungen auf den vom Anbieter gezeigten Fotos entsprechen.
  8. Gerade zu professionelle Bilder in Privatunterkunft bei booking.com, AirBnB oder lesso-direkt sollten Sie aufhorchen lassen: Prüfen Sie hier genau, ob die angezeigten Ansichten überhaupt stimmig sind.
  9. Darüber hinaus, wie in Fake-Shops, auffallend niedrige Preise Im Vergleich zu anderen Anbietern ist dies ein Hinweis auf eine unseriöse Seite.

Was können Sie tun, wenn Sie eine Fake-Reise gebucht haben?

Sobald Sie in eine Urlaubsfälschung verwickelt sind, handeln Sie schnell.

Zum einen sollten Sie sofort Ihre Bank oder Ihr Kreditkartenunternehmen informieren. In einigen Fällen kann bereits bezahltes Geld abgerufen oder die Zahlung gestoppt werden, wobei die Chancen bei Kreditkartenzahlungen oder Online-Zahlungsmethoden wie PayPal (Käuferschutz) höher sind. Auch seriöse Buchungsplattformen bieten unter bestimmten Voraussetzungen einen Käuferschutz, den Sie aktivieren können.

Es ist wichtig, dass alle Belege und Nachrichten im Zusammenhang mit der Buchung und Zahlung von Tickets gut dokumentiert sind.

Sie sollten auch die Polizei informieren und Anzeige wegen Betrugs erstatten. Das ist bequem unter www.online-straf seen.de möglich. Bei der Online-Strafanzeige werden Strafanzeigen direkt an die zuständige Stelle weitergeleitet.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie auf kriminelle Machenschaften hereingefallen sind, können Sie sich auch an Ihre örtliche Verbraucherzentrale wenden.

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