Abzocke am Telefon: Möglichst nicht „Ja“ sagen!

Telefonbetrug führt zu ungerechtfertigten Forderungen: Angerufene werden aufgefordert, unbedingt „Ja“ zu sagen. So schützen Sie sich.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nach Telefonaten erhalten Verbraucher plötzlich Rechnungen, obwohl sie nichts bestellt haben.
  • Wenn Sie einem Vertrag nicht bewusst zugestimmt haben, müssen Sie Ansprüche aus einem solchen Telefonat nicht bezahlen.
  • Unsere Musterbriefe helfen bei der Abwehr unberechtigter Ansprüche.
Ältere Frau am Telefon
Foto: miamariam / Fotolia

Mit vermeintlich telefonischen Verträgen geraten Verbraucher zunehmend unter Druck. Betroffene berichten, dass sie am Telefon laut und deutlich „Ja“ sagen sollen. Die Anrufer stellen beispielsweise Fragen wie: „Hörst du mich?“ Einige Tage später erhalten die Angerufenen Vertragsunterlagen oder Rechnungen. Der Absender behauptet, die Betroffenen hätten sich am Telefon geeinigt. Wie die Medien berichten, wird im Extremfall das Telefonat unterbrochen, damit an der entsprechenden Stelle das „Ja“ gesagt wird, um einen Vertrag abzuschließen.

Tatsächlich gab es noch nie einen Vertrag.

Deshalb die gute Nachricht: Wenn dir so etwas passiert, musst du die Rechnung nicht bezahlen. Sie sollten es jedoch nicht einfach ignorieren, sondern dagegen ankämpfen. Folgende Musterbriefe können Sie kostenlos nutzen:

Darüber hinaus bieten wir Ihnen weitere Informationen zu seriösen und unseriösen Inkassounternehmen.

So sollten Sie sich generell am Telefon verhalten

Ein „Ja“ in einem Telefongespräch zu vermeiden wäre konsequent, aber kaum realistisch. So reagieren Sie auf unbekannte Anrufer:

  • Beantworten Sie Fragen im ganzen Satz. Zum Beispiel: „Können Sie mich hören?“ mit „Ich höre dich“.
  • Sagen Sie dem Anrufer in festem Ton, dass Sie nicht interessiert sind. Im Zweifelsfall einfach auflegen.

Notieren Sie sich Name und Firma des Anrufers, sowie Datum, Uhrzeit und Telefonnummer und was am Telefon besprochen wurde. Erfolgt ein Werbeanruf ohne Ihre Einwilligung, können Sie sich mit diesen Daten bei der Verbraucherzentrale und der Bundesnetzagentur beschweren.

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